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Mietcamper – Was gibt es zu beachten?

Die Campingbranche boomt. In einem rollenden Zuhause unbekannte Ecken im In- und Ausland zu erkunden ist fĂŒr viele Menschen der Inbegriff von Freiheit. FĂŒr Campingneulinge oder Gelegenheitscamper bietet es sich an, erst einmal einen Camper zu mieten.

 

Was gibt es beim Mieten zu beachten?

1. Die GrĂ¶ĂŸe

Zuerst sollte man sich ĂŒber die gewĂŒnschte GrĂ¶ĂŸe des Mietcampers Gedanken machen. FĂŒr Wohnmobile bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht reicht ein FĂŒhrerschein der Klasse B aus. Vermieter können fordern, dass der Fahrer mindestens 21 Jahre alt ist. Möchte man einen grĂ¶ĂŸeren Camper mieten, der das zulĂ€ssige Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen ĂŒberschreitet, benötigt man einen FĂŒhrerschein der Klasse C1. Ein weiteres Kriterium fĂŒr die Wahl der GrĂ¶ĂŸe ist der Urlaubsort. Eine 4-köpfige Familie, die in einem Skigebiet im Winter Urlaub macht, ist mit einem grĂ¶ĂŸeren, komfortablen Alkovenmodell mit Doppelboden, Heizung und frostsicheren Wassertanks gut bedient. Möchte man hingegen zu zweit kleine, französische Bergdörfer im Sommer erkunden, bietet sich ein schmaler, kurzer Kastenwagen an.

 

2. Das zulÀssige Gesamtgewicht

Auch das zulĂ€ssige Gesamtgewicht ist bei der Wahl des passenden Mietcampers ein wichtiger Faktor. Das Gewicht einer 4-köpfigen Familie inklusive GepĂ€ck kann mit ungefĂ€hr 450-500kg angesetzt werden. NatĂŒrlich variiert dies je nach Alter und Gewicht der mitfahrenden Personen und eventuellem SondergepĂ€ck wie z.B. einer Tauch- oder SkiausrĂŒstung. Dazu kommen noch gefĂŒllte Wassertanks und das Wohnmobil ist schnell ĂŒberladen. Möchte man einen Camper mieten, sollte man sich ĂŒber die benötigte Zuladungsreserve daher bereits im Vorfeld im Klaren sein.

 

3. Kilometerlimit

Bei einer Mietzeit von unter 14 Tagen gibt es bei vielen Anbietern ein Kilometerlimit von 200-300km pro Tag. Überschreitet man dieses Limit muss man mit zusĂ€tzlichen Kosten pro gefahrenem Kilometer rechnen.

 

4. Haustiere

Die Mitnahme eines Haustieres ist hÀufig gegen Aufpreis erlaubt, sollte allerdings vorab beim Vermieter angefragt werden.

 

5. AusrĂŒstung

Um unerwĂŒnschte Überraschungen bei Urlaubsantritt zu vermeiden, sollte man sich frĂŒhzeitig beim Vermieter erkundigen, welche AusrĂŒstung zum Bestand des Mietcampers gehört und welche Dinge selber mitgebracht werden mĂŒssen. Dies ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Eine gute Ausstattung besteht aus:

  • Warnwesten und Erste-Hilfe-Kasten
  • Wasser-BefĂŒllungs-Schlauch
  • Zubehör fĂŒr die sanitĂ€ren Anlagen
  • GefĂŒllte Gasflasche
  • Bedienungsanleitungen fĂŒr technische Ausstattungen und das Fahrzeug
  • Langes VerlĂ€ngerungskabel oder Kabeltrommel
  • Campingmöbel
  • KĂŒchengrundausstattung
  • Markise oder Sonnensegel
  • Auffahrkeile
  • Thermomatten fĂŒr die Windschutzscheiben

 

6. Übergabe

Bei Übergabe des Wohnmobils sollte sich ausreichend Zeit fĂŒr eine umfassende Einweisung genommen und sich mit Gasanlage, sanitĂ€ren Anlagen und der Wasserversorgung vertraut gemacht werden. Auch sollten mögliche SchĂ€den am Mietcamper protokolliert und fotografiert werden. Das Übergabeprotokoll ist im Anschluss vom Vermieter zu unterzeichnen.

 

Die bekanntesten Anbieter

Im Internet findet man viele große Vermieterketten wie z.B. ADAC Wohnmobilvermietung, MCRent, Rent and Travel und TUI Camper. Diese Anbieter haben ein sehr breites Netz und vermieten Camper deutschlandweit und hĂ€ufig auch im Ausland.
Die Mietcamper von Waumobil und Dog-Camper sind speziell auf die BedĂŒrfnisse von Hundefreunden zugeschnitten.
Eine weitere Option sind Privatvermieter, die auf Plattformen wie PaulCamper oder Yescapa ihre privaten Camper ausleihen. Diese Mietcamper sind oft gĂŒnstiger als die der großen Vermieterketten und sehr gut ausgestattet.

 

Mietcamper Versicherungen

Bei Mietcampern sind eine KFZ-Haftpflichtversicherung und eine Vollkasko-Versicherung normalerweise im Mietpreis enthalten. Allerdings sollte man einen genauen Blick auf die Konditionen werfen. Oftmals ist die Deckungssumme der KFZ-Haftpflicht relativ niedrig und der Selbstbehalt im Schadenfall hoch. Viele Anbieter bieten daher Zusatzversicherungen an, die die Höhe der Selbstbeteiligung reduzieren und die Deckungssumme aufstocken.

 

Urlaub mit dem Camper – Tipps & Tricks

Mit diesen kleinen Campingtricks lebt es sich leichter “on the road”:

  • Auf CampingplĂ€tzen gĂŒnstiger ĂŒbernachten mit Camping Cards wie z.B. ACSI, Camping Card oder Camping Key
  • Richtig packen: schweres GepĂ€ck nach unten (idealerweise zwischen die Achsen), leichtes GepĂ€ck in die oberen SchrĂ€nke
  • Einweghandschuhe einpacken fĂŒr die Reinigung der Toilettenkassette
  • To-Do-Zettel mit den wichtigsten Infos und Erledigungen vor Fahrtantritt an das Armaturenbrett heften (Höhe und Breite des Fahrzeugs, SchrĂ€nke zu?, Stromkabel ab?, Auffahrkeile weg?, Gasflasche zugedreht?, Dachluke und Fenster geschlossen?)
  • Apps fĂŒr die Stellplatzsuche nutzen (Park4night, Promobil Stellplatz Radar)

 

RĂŒckgabe des Campers

Die RĂŒckgabe des Mietcampers sollte mit vollem Tank und gereinigtem Innenraum erfolgen. Frisch- und Grauwassertanks und die Toilettenkassette mĂŒssen geleert sein. Bei einer normalen Verschmutzung ist eine Außenreinigung nicht vonnöten.

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